Internationale Personalpolitik

Der Tönissteiner Kreis hat eine enge Zusammenarbeit mit international positionierten deutschen Firmen aufgebaut und mit der BDA    das Projekt „Personalpolitik im Zeichen der Globalisierung“ durchgeführt. Mit 12 führenden deutschen Unternehmen hat der Kreis in 2004 intensive Umfragegespräche über die personalwirtschaftlichen Konsequenzen der fortschreitenden Internationalisierung geführt. Die Unternehmen sind zu den Aspekten Anforderungsprofil, Einstellungspraxis, Personalstrategie und Personalentwicklung, Unternehmenskultur und zu externen Faktoren wie Bildung oder Arbeitsmarkt befragt worden. Ein Papier mit Ergebnissen und Empfehlungen      wurde 2004 fertig gestellt.

Ausgelöst durch dieses Projekt hat die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP    ) in 2005 die Anregung des Kreises aufgegriffen und mit dem Kreis einen Expertenkreis zum Thema „Faktor Mensch in M&A Projekten“ gegründet. Ziel war die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Maßnahmen des Personalmanagements und dem Erfolg von (inter)nationalen M&A-Projekten. Konkrete Handlungsempfehlungen sind daraus entwickelt worden, die zusammen mit den Ergebnissen der Studie in der Reihe Praxispapiere der DGFP 2/2007      veröffentlicht wurden.

Rekrutierung des politischen Nachwuchses – was können wir von Großbritannien lernen?
Am 16. Oktober 2008 fand in der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ein gemeinsamer Workshop des Tönissteiner Kreises und des Studentenforums im Tönissteiner Kreis statt. Neben der beiden britischen Referenten Christina Dykes (Head of Candidates a.D., Conservative Party) und Roy Kennedy (Director Finance & Compliance, Labour Party), Mitgliedern und Referenten aus dem Tönissteiner Kreis und dem Studentenforum waren unter anderem auch der britische Botschafter, Sir Michael Arthur, und der SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein, Dr. Ralf Stegner zu Gast. Mehr dazu in diesem Bericht     .

Außerdem steht der Tönissteiner Kreis im regelmäßigen Austausch mit dem Auswärtigen Amt und dem dafür zuständigen Koordinator für Internationale Personalpolitik. So steht das Tönissteiner Mentorenprogramm unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes. Die Kooperation mit dem Auswärtigen Amt schließt auch die regelmäßige Organisation und Durchführung von Roundtables ein. 2010 und 2011 fanden die Roundtable I und II statt, bei denen die Frage nach einer größeren Durchlässigkeit zwischen deutscher Wirtschaft und Internationalen Organisationen thematisiert wurde. Angeregt durch den Tönissteiner Kreis nahmen Vertreter der Spitzenverbände sowie namhafter deutscher Unternehmen an den Roundtables teil. Eine Fortführung der Gespräche ist geplant.